Wenn der Weg aus der Obdachlosigkeit beginnt
Du bist fest entschlossen, einen neuen Weg zu gehen.
Du hast den Entschluss gefasst, es anders zu machen – besser, ehrlicher, aufrechter.
Doch kaum ist die Haftentlassung unterschrieben, stehst du draußen und spürst nicht Freiheit,
sondern Leere.
Nicht Aufbruch, sondern Absturz.
Obdachlos. Haltlos. Ohne Plan, ohne Anker, ohne sicheren Ort.
Die Welt, in die du zurückkehrst, ist dieselbe – und doch ist alles fremd.
Die Gesellschaft, die dich „resozialisieren“ will, scheint keine Tür offen zu halten.
Du suchst Hilfe und stößt auf Formulare. Du brauchst Verständnis und bekommst Vorurteile.
Du brauchst eine Wohnung – und hörst: „Mit Haftvergangenheit? Schwer.“
Es ist schwer, nach der Haft wieder Fuß zu fassen.
Aber es ist nicht unmöglich.
Es ist schwer, aus der Obdachlosigkeit wieder in die Gesellschaft zurückzufinden.
Aber es ist nicht aussichtslos.
Es gibt Wege. Auch wenn sie klein, versteckt und steinig sind.
Es gibt Möglichkeiten. Auch wenn sie niemand laut ausschildert.
Es gibt Übergänge. Von der Straße ins Übergangswohnen. Von der Haft in die Begleitung.
Von der Unsichtbarkeit zurück ins Leben.
Ich kann dir diese Wege zeigen. Nicht als leere Versprechung, sondern als realistisches Gelände.
Nicht mit Garantie – denn Garantien gibt es im Leben selten – aber mit klaren Hinweisen:
Wo du anklopfen kannst. Wer wirklich hilft, nicht nur verwaltet.
Welche Projekte dich auffangen, auch mit Haftvergangenheit.
Welche Wohnmodelle existieren, die nicht nach dem perfekten Mieterschreiben fragen.
Ich kann dir helfen, diese Wege zu gehen.
Dich begleiten, wenn du vor verschlossenen Türen stehst.
Mit dir formulieren, was du brauchst.
Mit dir planen, wie du Schritt für Schritt Boden unter die Füße bekommst.
Aber dazu braucht es etwas von dir. Immer.
Es braucht den Willen, trotz Rückschlägen weiterzugehen.
Die Bereitschaft, auch unbequeme Straßen zu beschreiten.
Den Mut, Hilfe anzunehmen, ohne die eigene Würde abzugeben.
Die Geduld, zu verstehen, dass ein Neustart kein Sprint ist – sondern ein beharrliches Gehen.
Manchmal sind die Wege verwinkelt.
Du brauchst eine Meldeadresse, um Arbeit zu finden – und eine Arbeit, um eine Wohnung zu
finanzieren.
Ein Teufelskreis? Nur, wenn niemand dir die Schleuse zeigt.
Es gibt Schleusen. Es gibt Brücken. Es gibt Menschen, die sie gebaut haben, damit du sie gehen
kannst.
Dieser Text ist eine Hand, die ausgestreckt ist.
Keine Zauberformel. Kein schnelles Glück.
Sondern die Einladung, den ersten Schritt zu tun – hin zu einer Begleitung, die versteht, dass
Resozialisierung nicht mit der Haftentlassung endet, sondern dort erst beginnt, wo es schwer
wird:
Wenn du draußen stehst und keinen Ort hast, den du dein Zuhause nennen kannst.
Du musst nicht alles wissen. Du musst nur bereit sein, den nächsten Schritt zu tun.
Den ersten Anruf zu tätigen. Die erste Beratungsstelle aufzusuchen.
Die erste Möglichkeit in Betracht zu ziehen, die dir zeigt: Es geht weiter. Auch für dich.
Weil jeder Mensch ein Recht auf einen Neuanfang hat.
Und auf ein Dach über dem Kopf.
Und auf eine Chance, die nicht an der Haftakte endet.
Fang an. Frag nach. Geh weiter.
Ich zeige dir wie!