Eine tierische Bitte von der Fensterbank aus 🐾
Hallo ihr da, mit den Mietverträgen und den „Haustiere leider nicht“-Vermerken! Ich bin’s, Pupich. Ja, genau – die, die sonst nur als „die Katze Ihrer Mieterin“ im Problemfall erwähnt wird. Heute melde ich mich selbst zu Wort.
Und bevor jemand fragt: Ja, Pupich ist mein echter Name. Ihr würdet euch freuen, wenn man euch in der Türkei „puppig“ nennt – denn dann wärt ihr schnuckelig wie ich!
Was habt ihr eigentlich gegen uns?
Während ich hier auf der Fensterbank liege und eure Immobilienanzeigen beobachte (ihr seid wirklich kreativ mit „lichtdurchflutet“ und „charmant“), gehen mir ein paar Fragen durch den Kopf.
Wir sind doch die ultimative Wohnraumanpassung:
- akustische Heizung (Schnurren – wissenschaftlich entspannungsfördernd)
- Rund‑um‑die‑Uhr‑Entertainment (Jagd auf unsichtbare Flecken, Akrobatik am Vorhang)
- ökologisches Mäusemanagement (Garten‑Variante, optional)
- soziale Kompetenz: Wir halten unsere Menschen abends daheim – zum Streicheln
Das nenne ich Mieterbindung pur!
Früher geliebt, heute verboten?
Ich versteh’s nicht. Als Kind habt ihr uns geliebt! Plüschtiger, süßer, lebendiger – Hauptsache Katze.
Und jetzt, wo ihr die mit den Schlüsseln seid, seid ihr … naja, sagen wir: etwas weniger begeistert.
Ist euch das „blaue Geld“ (so nennt Frauchen das) wirklich so wichtig, dass ihr vergesst, was ein Zuhause ausmacht?
Leben. Geborgenheit. Und ja, manchmal ein paar Haare auf dem Sofa.
Eine ernste Frage zwischendurch
Habt ihr schon mal probiert zu schnurren? Ich meine das metaphorisch: Lehnt euch zurück, entspannt euch.
Ein Mieter mit Katze ist ein zufriedener Mieter. Ein zufriedener Mieter bleibt lange.
Rechnet doch mal nach: Ist eine eventuelle, hypothetische, höchst unwahrscheinliche Kratzspur wirklich schlimmer als monatelange Leerstände und ständige Mieterfluktuation?
Und was passiert mit uns?
Sollen wir alle ins Tierheim? Das wäre doch mäusekacke! (Entschuldigung, aber der musste raus.)
Mein Frauchen ist übrigens super verantwortungsvoll! Sie hat sogar eine Haustierhaftpflicht für mich – falls ich mal … naja, passiert eh nicht. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Und mein Klo steht diskret im Bad, versprochen!
Ein kleiner Wunsch an euch
Also, liebe Vermieterinnen und Vermieter, ich frage im Namen aller schnurrenden, wuscheligen und mäusejagenden Untermieter:
Könntet ihr nicht mal über eure Haustierpolitik „schnurren“? Könntet ihr sehen, dass wir ein Teil der Lösung sind – für einsame Abende, gestresste Seelen und ein lebendiges Zuhause – und nicht das Problem?
Wir wollen doch nur:
- ein warmes Plätzchen am Fenster
- ein Körbchen in der Ecke
- und das Gefühl, dazuzugehören
Ist das wirklich zu viel verlangt?
Über eine Antwort – oder besser noch: eine geänderte Haustierklausel – würde ich mich riesig freuen. Ich verspreche: Dafür schnurre ich extra laut.
Mit nachdenklichen Pfotenabdrücken, Pupich