Projekt: Aus der Akte wird ein Mensch

Aus „Akte 398“ wird Mohammed Abdullah. Aus einer Nummer wird ein Mensch aus Fleisch und Blut, der atmet, liebt und hofft wie wir alle.

Der unhinterfragte Hass gegen ausländische Mitbürger in Deutschland entsteht oft dort, wo Leere ist – die Leere, eine reale Geschichte, ein Gesicht, ein Schicksal nicht zu kennen.

Unser Glaube ist einfach: Kein Mensch flieht freiwillig. Jeder, der heute voller Hass spricht, würde im Fall der Fälle selbst die Beine in die Hand nehmen, um seine Familie in Sicherheit zu bringen. Und er würde dankbar jede Hilfe annehmen.

Deshalb öffnen wir bei Maulhelden eine neue Tür: Wir wollen persönliche Fluchtgeschichten sammeln und erzählen – um aus anonymen Akten endlich wieder Menschen zu machen. Um mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen. Um zu zeigen, dass geflüchtete Menschen nicht „Problem“ sind, sondern Teil der Lösung. Sie füllen Berufe, die unser Gemeinwesen am Laufen halten, und sind ein wertvoller Teil unseres Mittelstandes.

Gemeinsam können wir Mauern aus Vorurteilen einreißen. Indem wir Einzelschicksale sichtbar machen, schaffen wir etwas, was Zahlen nie können: Verständnis. Wir zeigen, dass das Wegschicken aller ausländischen Mitbürger unser Land nicht „besser“, sondern ärmer, schwächer und menschlich kälter machen würde.

Machen Sie mit. Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Helfen Sie mit, Aktennummern in Gesichter zu verwandeln und Hass durch Empathie zu ersetzen.